
Ein bezahlter freier Tag für soziales Engagement ist ein Angebot, das sich viele Mitarbeitende wünschen – und nur wenige erhalten. Dabei ist der Nutzen gut sichtbar: Wer einen Freiwilligentag in Anspruch nimmt, kommt in der Regel wertschätzender, motivierter und gebundener zurück.
Was verändert ein Tag außerhalb des Büros im Inneren?
Ehrenamtliche Arbeit aktiviert andere Motive als der Beruf: Helfen, Gestalten, Wirkung sehen. Mitarbeitende, die einen Tag bei der Tafel aushelfen, auf einer Naturschutzfläche arbeiten oder Kinder beim Lesen begleiten, erleben einen Kontrast zum Büroalltag, der Energie freisetzt. Die eigene Arbeit erscheint danach oft in einem anderen Licht – nicht wegen einer Motivationsstrategie, sondern weil Perspektivwechsel durch Erleben entsteht.
Wie gestalten Sie den Freiwilligentag wirkungsvoll?
Ohne Rahmenbedingungen wird der Freiwilligentag selten genutzt. Was hilft: ein interner Überblick über mögliche Einsatzorte, eine kurze Reflexion hinterher (drei Sätze reichen) und die Option, in Gruppen zu gehen. Teams, die gemeinsam ehrenamtlich tätig sind, stärken nebenbei ihr Miteinander – ein Nebeneffekt, der jede Teambuilding-Maßnahme übertrifft. Weitere Maßnahmen und ihre Einordnung finden Sie im Handlungsfeld Unternehmenskultur.
Wie setzen Sie die Maßnahme um?
- 1Gemeinnütziges Projekt auswählen: Naturschutz/Stadtpark, soziale Einrichtung, Spielplatz-Aktion – passend zu Werten und Team
- 2Partner-Organisation kontaktieren und einen konkreten, machbaren Arbeitsumfang für einen Tag abstimmen
- 3Rahmen klären: Datum, Transport, Verpflegung, Arbeitskleidung, Versicherung/Arbeitsschutz
- 4Als bezahlten Arbeitstag ausgestalten – das Signal, dass es dem Unternehmen ernst ist
- 5Aktion attraktiv ankündigen: Sinn, gemeinsames Erlebnis, für einen guten Zweck
- 6Freiwillige Anmeldung mit grober Planungszahl einholen
- 7Teams mischen lassen – der abteilungsübergreifende Kontakt ist Teil des Werts
- 8Guter Start: Begrüßung, kurze Einweisung durch die Organisation, klare Aufgaben
- 9Auf Sicherheit und angemessenes Tempo achten – es ist kein Wettbewerb
- 10Gemeinsame Pausen und ein Abschluss-Moment schaffen Verbindung
- 11Ein paar Fotos für die Nachberichterstattung machen – nur mit Einverständnis
- 12Erlebnis teilen: kurzer Rückblick im Intranet, Dank an alle Beteiligten
- 13Feedback einholen: Was war gut, wohin nächstes Mal?
- 14Wiederholung terminieren – als jährliches Ritual stärkt es die Bindung besonders
Was brauchen Sie dafür?
- Aufwand
- halber Tag
- Kosten
- unter 100 €
- Dauer
- 1 Tag
- Setup
- 240 Min.
- ✓ Sinnstiftend
- ✓ Starkes Team-Erlebnis
- ✓ PR-tauglich
Steuer und Krankenkasse: was möglich ist
Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.
So geht es in EasyBGM
Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen
Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.
Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.
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- Internationaler Tag des Ehrenamts (5. Dez.): Corporate Volunteering
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