
Viele der produktivsten Gespräche im Büro finden nicht im Meetingraum statt, sondern auf dem Weg dorthin. Outdoor-Meeting-Spots formalisieren diesen Effekt: Sie machen den Außenraum zu einem gleichwertigen Arbeitsort – mit Tisch, Bank und, wo nötig, einem Stromanschluss.
Was gelingt draußen, was drinnen nicht gelingt?
Frische Luft, Tageslicht und Bewegung verändern das Gespräch: Wer geht, denkt kreativer – in Versuchen der Stanford University fielen Teilnehmenden beim Gehen deutlich mehr Ideen ein als im Sitzen (Oppezzo & Schwartz, 2014). Kreative Meetings, Feedbackgespräche und lockere 1:1s profitieren am stärksten davon: Die Hierarchie wirkt draußen flacher, die Stimmung entspannter, das Gespräch offener. Gleichzeitig ist ein Outdoor-Meeting ein starkes Signal: Wir nehmen uns Zeit – und wir gehen nach draußen, weil es gut für uns ist.
Wie werden aus spontanen Plänen feste Orte?
Der Unterschied zwischen einem Outdoor-Meeting-Versuch und einer genutzten Outdoor-Meeting-Kultur liegt in der Infrastruktur. Ein stabiler Tisch mit Bank, optionaler Beschattung und im besten Fall einem Steckdosenzugang macht aus einer guten Idee einen echten Arbeitsplatz. Wer den Außenbereich im Kalender als Raumwahl anbietet – „Terrassenplatz“ neben „Meetingraum 2“ – nimmt die letzte Hürde. Eine gute Ergänzung ist die Best Practice Walk & Talk: Das Meeting im Gehen.
Wie setzen Sie die Maßnahme um?
- 1Zwei bis drei geeignete Außenflächen prüfen: Schatten, Lärmpegel, WLAN-Reichweite und Nähe zum Gebäude bewerten.
- 2Ausstattung beschaffen und aufbauen lassen: wetterfester Tisch, Bänke, überdachte Ecke und mindestens eine wettergeschützte Außensteckdose.
- 3Mit Facility-Management Pflege klären: Reinigung, Sonnenschirm-Handling bei Wind und Regenschutz für die Möbel.
- 4Die Außenplätze im Team vorstellen und erklären, dass sie nicht gebucht werden: Wer zuerst kommt, nutzt sie.
- 5Führungskräfte bitten, in den nächsten zwei Wochen mindestens ein regelmäßiges Team-Meeting bewusst nach draußen zu verlegen – Vorbildeffekt.
- 6Feste „Draußen-Formate“ etablieren, etwa Wochenstart-Runde oder Zweiergespräche als Walk-and-Talk am Außenplatz.
- 7Wetter-Check zur Routine machen: bei Hitze frühe Slots empfehlen, bei Regen automatisch auf den überdachten Bereich ausweichen.
- 8Alle zwei Wochen kurz nachhaken, ob die Plätze genutzt werden, und Hürden wie fehlende Beschattung oder schwaches WLAN nachbessern.
- 9Buchungszahlen der Outdoor-Plätze auswerten und mit dem Team-Feedback abgleichen.
- 10In einer kurzen Umfrage erheben, ob die Meetings draußen als produktiver und angenehmer erlebt wurden.
- 11Entscheiden, ob für die nächste Saison nachgerüstet wird – etwa Heizstrahler für die Übergangszeit oder ein zweiter Platz.
Was brauchen Sie dafür?
- Aufwand
- halber Tag
- Kosten
- unter 100 €
- Dauer
- Saisonal
- Setup
- 120 Min.
- ✓ Geringe Kosten
- ✓ Sichtbar
- ✓ Kreativitätsschub
Steuer und Krankenkasse: was möglich ist
Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.
So geht es in EasyBGM
Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen
Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.
Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.
Für Ihr Unternehmen übernehmen
Kostenlos registrieren — und die Maßnahme steht startklar in Ihrem Cockpit: Einladung, Feedback-Befragung und Termin sind schon eingerichtet. Erster Zyklus, erste Kennzahlen für den Chef.
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