
Wertschätzung im Arbeitsalltag ist kein Soft-Skill-Luxus, sondern ein messbarer Gesundheitsfaktor. Fehlende Anerkennung gilt in der Arbeitsforschung als Belastungsfaktor (Modell beruflicher Gratifikationskrisen nach Siegrist) – regelmäßige positive Rückmeldungen wirken dem entgegen. Die Kompliment-Challenge macht Wertschätzung für sieben Tage zur bewussten Praxis.
Was verändert eine Woche, das kein Seminar erklären kann?
Das Problem mit Wertschätzung im Alltag ist nicht der fehlende Wille, sondern die fehlende Gewohnheit. Wer bewusst daran arbeitet, täglich jemandem ein ehrliches, konkretes Kompliment zu machen – nicht „super gemacht“, sondern „deine Zusammenfassung heute hat mir wirklich geholfen, weil …“ – bemerkt schnell: Andere öffnen sich, Gespräche werden persönlicher, die Atmosphäre verändert sich. Sieben Tage reichen, um das zu spüren.
Warum sollte die Challenge niemanden auslassen?
Die Kraft der Challenge liegt darin, dass sie alle einschließt – die Kollegin im Büro nebenan, den Techniker im Keller, die Person an der Rezeption. Wer gewohnt ist, nur innerhalb seiner Abteilung zu loben, macht eine Entdeckung: Menschen, die man kaum kennt, reagieren auf Anerkennung mindestens so dankbar wie enge Kollegen. Das verändert das Bild von der Gemeinschaft im Unternehmen auf Dauer. Eine gute Ergänzung ist die Best Practice Dankbarkeits-Board: Wertschätzung sichtbar machen.
Wie setzen Sie die Maßnahme um?
- 1Aktionswoche terminieren und einen leichten Rahmen setzen: 1 ehrliches Kompliment pro Tag, 1 Woche lang
- 2Prinzip schärfen: ehrlich und konkret statt floskelhaft („Danke, dass Sie gestern eingesprungen sind“ statt „super gemacht“)
- 3Freiwilligkeit sichern: Mitmachen ist ein Angebot, niemand wird zu Nettigkeit verpflichtet
- 4Optional eine kleine Anregungskarte mit Beispielen vorbereiten, um den Einstieg zu erleichtern
- 5Challenge ankündigen und das „Ehrlich statt Floskel“-Prinzip erklären
- 6Selbst vorangehen und am ersten Tag sichtbar ein konkretes Kompliment aussprechen
- 7Zum Weitergeben ermutigen: Wer eins bekommt, gibt eins weiter
- 8Jeden Tag bewusst eine Person mit einer echten Wertschätzung ansprechen
- 9Auf Breite achten: auch Kolleg:innen bedenken, die sonst wenig Sichtbarkeit haben
- 10Kurz erinnern (Mittags-Ping), damit es im Alltag nicht untergeht
- 11Kurz reflektieren: Wie hat sich die Stimmung angefühlt?
- 12Freiwillig Erlebnisse teilen lassen – ohne jemanden bloßzustellen
- 13Überlegen, was bleibt: z. B. ein wöchentlicher Wertschätzungs-Moment im Teammeeting
Was brauchen Sie dafür?
- Aufwand
- unter 30 Min.
- Kosten
- 0 €
- Setup
- 5 Min.
- ✓ Kostenlos
- ✓ Sofort umsetzbar
- ✓ Positive Kultur
Steuer und Krankenkasse: was möglich ist
Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.
So geht es in EasyBGM
Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen
Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.
Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.
Diese Maßnahme jetzt starten
Kostenlos registrieren — und die Maßnahme steht startklar in Ihrem Cockpit: Einladung, Feedback-Befragung und Termin sind schon eingerichtet. Erster Zyklus, erste Kennzahlen für den Chef.
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