
Ernährungsberatung scheitert im Betrieb oft daran, dass sie zu viel auf einmal will: Ernährungsumstellung, Kalorienzählen, Meal-Prep-Anleitungen. Ernährungs-Info funktioniert anders – klein, alltagstauglich, ohne Verbote.
Was kann ein wöchentlicher Tipp besser als ein Ernährungsseminar?
Ein gut platzierter Ernährungstipp – als kurzes Poster in der Küche, als Absatz im internen Newsletter, als kurzes Video im Intranet – erreicht Menschen in dem Moment, in dem Ernährungsentscheidungen getroffen werden: beim Mittagessen, beim Snack-Griff, beim Einkauf für den nächsten Tag. Kein Seminar kann das. Wer in diesem Moment Wissen bereitstellt, statt Regeln aufzustellen, aktiviert Selbstbestimmung statt Widerstand.
Welche Themen kommen tatsächlich an?
Nicht „Iss weniger Zucker“, sondern „Warum macht Zucker um 15 Uhr müde?“. Nicht „Mehr Gemüse“, sondern „Diese fünf Zutaten machen ein Lunch-Sandwich wirklich sättigend“. Konkret, erklärend, ohne moralischen Zeigefinger. Die besten Ernährungs-Infos beantworten eine Frage, die Mitarbeitende ohnehin schon hatten – und geben ihnen das Gefühl, nach dem Lesen etwas klüger zu sein als vorher. Weitere Maßnahmen und ihre Einordnung finden Sie im Handlungsfeld Ernährung.
Wie setzen Sie die Maßnahme um?
- 1Ist-Situation prüfen: Wie sieht das Kantinen- oder Verpflegungsangebot aktuell aus, gibt es gesunde Optionen?
- 2Gespräch mit Kantinenbetreiber oder Caterer suchen, um mehr ausgewogene Gerichte und Wasser-/Obstangebote zu vereinbaren
- 3Ernährungsberaterin und Termin für einen Koch-Workshop anfragen
- 4Neue Angebote vorstellen – z. B. gesündere Menülinie, kostenloses Obst, Wasserspender
- 5Ernährungsberatung und Koch-Workshop ankündigen und zur Anmeldung einladen
- 6Betonen, dass es um Genuss und einfache Alltagstipps geht, nicht um Verbote
- 7Gesündere Optionen dauerhaft im Angebot verankern und gut sichtbar platzieren
- 8Koch-Workshop und Ernährungsberatung durchführen und Terminreihen anbieten
- 9Kleine Impulse streuen – z. B. Rezept der Woche oder Obstkorb im Pausenraum
- 10Rückmeldung einholen: Werden die gesünderen Optionen angenommen, was wünscht sich das Team?
- 11Mit Kantine oder Caterer die Verkaufszahlen der neuen Gerichte auswerten
- 12Erfolgreiche Angebote fest ins Sortiment übernehmen und weitere Impulse planen
Was brauchen Sie dafür?
- Aufwand
- halber Tag
- Kosten
- mit Budget
- Setup
- 240 Min.
- ✓ Täglicher Berührungspunkt
- ✓ Sichtbare Veränderung
- ✓ Teambuilding
Steuer und Krankenkasse: was möglich ist
Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.
So geht es in EasyBGM
Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen
Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.
Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.
Für Ihr Unternehmen übernehmen
Kostenlos registrieren — und die Maßnahme steht startklar in Ihrem Cockpit: Einladung, Feedback-Befragung und Termin sind schon eingerichtet. Erster Zyklus, erste Kennzahlen für den Chef.
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