
Lunch-Walk: Gemeinsam gehen statt sitzen
Ein einfacher Weg, Bewegung systematisch ins BGM zu holen: ein fester Lunch-Walk – niedrigschwellig, dokumentierbar und ein idealer Einstieg ins Handlungsfeld Bewegung.
Warum bewegt eine simple Mittagsrunde mehr als ein Fitnessangebot?
Die meisten BGF-Angebote scheitern an der Hürde davor: anmelden, umziehen, sich überwinden. Der Lunch-Walk hat keine dieser Hürden. Wer mag, kommt mit – heute spontan, morgen wieder. Genau diese Beiläufigkeit macht ihn so robust: Es gibt nichts zu verpassen und nichts falsch zu machen. Lange Sitzphasen sind der stille Belastungsfaktor des Büroalltags, und eine halbe Stunde Bewegung am Mittag unterbricht sie genau dann, wenn das Nachmittagstief sonst beginnt.
Wo entsteht der eigentliche Effekt?
Wer nebeneinander geht statt sich gegenüberzusitzen, redet anders. Abteilungen, die sich sonst nur per Mail schreiben, klären auf der Runde in zehn Minuten, was im Meeting eine halbe Stunde gedauert hätte. Bewegung ist hier der Anlass, Verbindung das Ergebnis. Viele Betriebe berichten, dass der informelle Austausch der Grund ist, warum die Runde überlebt – nicht der Schrittzähler.
Wie wird aus einem Spaziergang eine feste Gewohnheit?
Entscheidend ist die Verlässlichkeit: ein fester Wochentag, eine feste Uhrzeit, dieselbe Route. Anfangs reicht eine kleine Gruppe, die einfach losgeht – kein Poster, keine Kampagne. Wer die Runde mit einer kleinen Schritte-Challenge koppelt, schafft Sichtbarkeit ohne Druck. Und wer als Führungskraft selbst mitläuft, sendet ein klares Signal: Diese halbe Stunde ist erlaubt. Eine gute Ergänzung ist die Best Practice Walk & Talk: Das Meeting im Gehen.
Wie setzen Sie die Maßnahme um?
- 1Festen Wochentag und Uhrzeit festlegen (z. B. Mittwoch 12:15 Uhr)
- 2Treffpunkt bestimmen (z. B. Haupteingang)
- 3Team per E-Mail einladen — Vorlage nutzen
- 4Erste Runde selbst anleiten, dann rotierend Gastgeber bestimmen
- 5Nach 6 Wochen: Feedback einholen und ggf. dauerhaft etablieren
Was brauchen Sie dafür?
- Aufwand
- unter 30 Min.
- Kosten
- 0 €
- Setup
- 10 Min.
- ✓ Kostenlos
- ✓ Kein Equipment
- ✓ Teambuilding
- ✓ Stressabbau
Steuer und Krankenkasse: was möglich ist
Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.
So geht es in EasyBGM
Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen
Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.
Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.
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Handlungsfeld
Bewegung →Passender Anlass
- Internationaler Tag der Bewegung (10. Mai): Firmen-Bewegungstag
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